{"id":1097,"date":"2019-07-12T12:57:09","date_gmt":"2019-07-12T10:57:09","guid":{"rendered":"https:\/\/holtensterkrade.de\/?page_id=1097"},"modified":"2019-10-14T16:31:59","modified_gmt":"2019-10-14T14:31:59","slug":"geschichte-der-frauenhilfen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/holtensterkrade.de\/?page_id=1097","title":{"rendered":"Geschichte der Frauenhilfen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Evangelische Frauenhilfe der Friedenskirche Sterkrade e.V.\u00a0 \u00a0<\/strong><strong><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1113 alignright\" src=\"https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/FrHilfeFriKi.jpg\" alt=\"\" width=\"324\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/FrHilfeFriKi.jpg 1947w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/FrHilfeFriKi-300x200.jpg 300w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/FrHilfeFriKi-768x512.jpg 768w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/FrHilfeFriKi-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 324px) 100vw, 324px\" \/><\/strong><\/p>\n<p>Es war 1879, als sich Frauen unserer Kirchengemeinde in Oberhausen Sterkrade\u00a0 herausgefordert f\u00fchlten, einen N\u00e4hverein zu gr\u00fcnden, um bed\u00fcrftigen Familien zu helfen. Durch die Industrialisierung waren viele Menschen ins Ruhrgebiet gekommen. Niedrige L\u00f6hne, schlechte Wohnungssituation, mangelnde Versorgung in Krankheits- und Notf\u00e4llen machten deren Lebensbedingungen oft schwierig und so wurden am 10.September desselben Jahres erste \u201eStatuten des evangelischen Frauenvereins f\u00fcr Armenunterst\u00fctzung zu Sterkrade \u201c aufgeschrieben. Zugewendete Hilfe waren zun\u00e4chst selbstgen\u00e4hte Kleidungsst\u00fccke , die man bei regelm\u00e4\u00dfigen Zusammenk\u00fcnften gefertigte. Der Mitgliedsbeitrag betrug damals 10 Pfennig, jede Frau war zur Mitarbeit verpflichtet und wer unentschuldigt fehlte, zahlte 15 Pf Strafe. Mit ihrem Einsatz schafften es die Frauen, schon im ersten Jahr f\u00fcr bed\u00fcrftige Familien die Weihnachtsfeier auszurichten. Nicht nur die Kinder wurden mit warmer Kleidung sondern auch die Eltern mit einem Lebensmittelbon f\u00fcr Brot und Fleisch beschert.<\/p>\n<p>Aus diesen Anf\u00e4ngen entwickelte sich \u00fcber die Jahre eine starke Frauengemeinschaft, die sich rund um das Gemeindeleben engagiert hat, geleitet von dem Bibelwort: \u201e In Liebe diene eine der anderen und eine trage der anderen Last\u201c.<\/p>\n<p>Die Not der Nachkriegszeit hat unsere Frauenhilfe vor gut 70 Jahren erneut zu einem gro\u00dfen Projekt motiviert. Mit all ihrem Mut, Kraft und Gottvertrauen wagten die Frauen, in v\u00f6lliger Eigenregie ein Haus zu bauen : Haus Gottesdank. In den Anf\u00e4ngen war es eine neue Heimat f\u00fcr wohnungslose \u00e4ltere Menschen und gefl\u00fcchtete Jugendliche. Bald kamen neue Geb\u00e4ude dazu und Haus Gottesdank wuchs \u00fcber die Jahre zu einer Senioreneinrichtung mit 80 Heim- und Pflegepl\u00e4tzen heran. 2018 haben wir einen weiteren Neubau er\u00f6ffnet: 14 altersgerechte Seniorenwohnungen und die Tagespflege f\u00fcr 17 Menschen, die weiter in ihrem h\u00e4uslichen Umfeld leben k\u00f6nnen. F\u00fcr die Feste, die in gewohnter Tradition in Haus Gottesdank gefeiert werden, bietet sich die gro\u00dfe Au\u00dfenanlage an, den Menschen im Quartier werden kulturelle Veranstaltungen und Vortr\u00e4ge angeboten, im Kirchsaal regelm\u00e4\u00dfige Gottesdienste.<\/p>\n<p>1879-2019:\u00a0 \u00a0140 Jahre Frauenhilfe \u2013 viele Erinnerungen und eine starke Gemeinschaft, auf die wir dankbar zur\u00fcckblicken !<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>Predigt zum 140j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Frauenhilfe Friedenskirche Sterkrade\u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>gehalten in Haus Gottesdank am 13.10.2019\u00a0<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>von Frau Sabine Richarz, Regionalreferentin, Ev. Frauenhilfe im Rheinland, p\u00e4d. Mitarbeiterin\/ Diakonin<\/strong><\/span><\/p>\n<p><u>Tabita \u2013 vom Tod ins Leben<\/u><\/p>\n<p>Ganz ehrlich \u2013 Festschriften geh\u00f6ren nicht gerade zu meiner Lieblingslekt\u00fcre. Berufsbedingt bekomme ich immer wieder einmal eine solche Festschrift und nat\u00fcrlich lese ich sie dann auch. Manches ist interessant aber meistens sind sie doch recht trocken und eher f\u00fcr die Beteiligten von Bedeutung.<\/p>\n<p>Aber in diesem Sommer bekam ich eine Festschrift zugesandt, die hat mich nicht mehr losgelassen. Es war die Festschrift ihrer Frauenhilfe zum 120. Jubil\u00e4um und was da \u00fcber die Frauen stand, die diese Gruppe ins Leben riefen, und \u00fcber die, die den Auftrag dieser Gruppe in sp\u00e4teren Zeiten auf immer neue Weise weitergef\u00fchrt haben, das hat mich nicht mehr losgelassen. Ich war fasziniert von diesen tatkr\u00e4ftigen Frauen und ihrem gro\u00dfen Gottvertrauen. Und von dem Mut, mit dem sie sich auch gegen gesellschaftlichen Etiketten f\u00fcr ihre Ziele eingesetzt haben. Beim Lesen ihrer Festschrift musste ich an einen Bericht aus der Apostelgeschichte. In diesem Bericht steht auch eine Frau und ihr Einsatz f\u00fcr ihre Mitmenschen im Mittelpunkt.<\/p>\n<p><u>Ich lese aus Apg 9, 36-42<\/u><\/p>\n<p><em>\u201e<\/em><em>36<\/em><em> In Joppe war eine J\u00fcngerin mit Namen Tabita, das hei\u00dft \u00fcbersetzt: Gazelle. Die tat viele gute Werke und gab reichlich Almosen. <\/em><br \/>\n<em>37<\/em><em> Es begab sich aber zu der Zeit, dass sie krank wurde und starb. Da wuschen sie sie und legten sie in das Obergemach. <\/em><br \/>\n<em>38<\/em><em> Weil aber Lydda nahe bei Joppe ist, sandten die J\u00fcnger, als sie h\u00f6rten, dass Petrus dort war, zwei M\u00e4nner zu ihm und baten ihn: S\u00e4ume nicht, zu uns zu kommen! <\/em><br \/>\n<em>39<\/em><em> Petrus aber stand auf und ging mit ihnen. Und als er hingekommen war, f\u00fchrten sie ihn hinauf in das Obergemach und es traten alle Witwen zu ihm, weinten und zeigten ihm die R\u00f6cke und Kleider, die Tabita gemacht hatte, als sie noch bei ihnen war. <\/em><br \/>\n<em>40<\/em><em> Und als Petrus sie alle hinausgetrieben hatte, kniete er nieder, betete und wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabita, steh auf! Und sie schlug ihre Augen auf; und als sie Petrus sah, setzte sie sich auf. <\/em><br \/>\n<em>41<\/em><em> Er aber gab ihr die Hand und lie\u00df sie aufstehen und rief die Heiligen und die Witwen und stellte sie lebendig vor sie. <\/em><br \/>\n<em>42<\/em><em> Und das wurde in ganz Joppe bekannt und viele kamen zum Glauben an den Herrn.\u201c (Luther 2017)<\/em><\/p>\n<p>So wie am heutigen Tag die Leistungen der Frauen ihrer Frauenhilfegruppe gew\u00fcrdigt werden, so wird auch in unserem Predigttext auf die Arbeit einer Frau zur\u00fcckgeblickt und ihr Einsatz gew\u00fcrdigt.<br \/>\nAber es ist kein fr\u00f6hlicher Anlass, kein Jubil\u00e4um, kein runder Geburtstag, der zu dieser W\u00fcrdigung f\u00fchrt. Nein, der Anlass ist tragisch.<br \/>\nTabita, die Frau deren Arbeit hier gew\u00fcrdigt wird, ist ganz pl\u00f6tzlich gestorben.<br \/>\nUnd die kleine Frauengruppe zu der Tabita geh\u00f6rte, die Witwen der Gemeinde in Joppe, sie sind verzweifelt. Tabita war das Herz ihrer kleinen Gemeinschaft. Sie hatte sich um Vieles gek\u00fcmmert, hatte die Frauen mit allem versorgt, was sie n\u00f6tig hatten, hatte ihnen Kleidung und Geld gegeben und sie angeleitet, selbst aktiv zu werden. Damit hatte sie ihnen Mut gemacht und W\u00fcrde gegeben.<\/p>\n<p>Wer war diese Tabita? Wie kam sie dazu, sich so f\u00fcr andere einzusetzen?<br \/>\nTabita war eine J\u00fcngerin Jesu, so wird sie hier in unserem Predigttext vorgestellt. Sie geh\u00f6rte zu einer kleinen Judenchristlichen Gemeinschaft, die sich nach der Auferstehung Jesu und dem Pfingstereignis gebildet hatte. Tabita hat sich anstecken lassen von diesem Jesusglauben, hatte ihr Vertrauen auf ihn, den Messias, gesetzt und angefangen, das nachzuleben, was sie von diesem Jesus geh\u00f6rt + begriffen hatte.<br \/>\nSie tat dies indem sie ihre Begabungen und Talente f\u00fcr andere einsetzte und Kleidung n\u00e4hte f\u00fcr Menschen, die sonst nichts anzuziehen hatten.<\/p>\n<p>Nackt und blo\u00df zu sein, weil man sich keine ordentliche Kleidung leisten kann, ist dem\u00fctigend.<br \/>\nKleider sind nicht nur Schutz vor K\u00e4lte und N\u00e4sse, sie sind Statussymbole. An ihnen kann man ablesen, ob es jemandem gut geht, ob er dazu geh\u00f6rt oder nicht. Aber Armut macht sich auch an anderen Dingen fest:<br \/>\nNicht mitfahren k\u00f6nnen, wenn die anderen zum Ausflug fahren, immer Ausreden finden m\u00fcssen wenn sich die anderen im Caf\u00e9 verabreden oder ins Museum gehen.<br \/>\nOder nach Pfandflaschen in \u00f6ffentlichen M\u00fclleimern w\u00fchlen um sich ein klein wenig Geld zu verdienen, so wie ich es letzte Woche wieder auf dem Berliner Hauptbahnhof gesehen habe. All das ist Armut und wer so leben muss wird von der Gesellschaft an den Rand gedr\u00e4ngt, er wird ausgegrenzt, ihm wird die W\u00fcrde genommen.<\/p>\n<p>Tabita tat das Gegenteil: Indem sie Menschen bekleidete, gab sie ihnen ihre W\u00fcrde zur\u00fcck. Mit ihrem Tun machte sie die Liebe Jesu sichtbar. Ihre praktische Liebe hatte Strahlkraft \u00fcber ihre kleine Gemeinschaft hinaus. Zusammen mit den anderen schuf sie Kleidung f\u00fcr die Armen und Ausgegrenzten. Tabita und ihre Gruppe von Witwen erinnert mich an unsre Frauenhilfegruppen und ganz besonders an die Geschichte ihrer Frauenhilfe hier in Sterkrade: Auch auf Tabita und ihre Frauengruppe passt das Wort, das sich ihre Frauenhilfe zum Leitvers gew\u00e4hlt hat: \u201ein Liebe diene eine der anderen und trage der anderen Last\u201c (Gal. 5,13c+6,2)<br \/>\nTabita und die Witwen von Joppe \u2013 f\u00fcr mich sind sie die Vorl\u00e4uferinnen der ersten Frauenhilfegruppen.<\/p>\n<p>Doch mitten in dieses gesch\u00e4ftige Leben bricht der Tod ein: Tabita stirbt.<br \/>\nSie, die anderen durch ihr Handeln Selbstbewusstsein und W\u00fcrde gegeben hat, kann mit einem Mal nichts mehr tun.<\/p>\n<p><em>EG \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 664 \u201eWir strecken uns nach Dir \u201eStrophe 1 <\/em><\/p>\n<p>Tabita stirbt, welch ein Verlust f\u00fcr die Gemeinde! Die Trauer ist gro\u00df. Sie wird nach j\u00fcdischem Ritus gewaschen und im Obergeschoss aufgebahrt.<br \/>\nDoch die Gemeinde findet sich nicht damit ab. Das ist das erste, was auff\u00e4llt. Nach menschlichem Ermessen geht nichts mehr, unser Verstand sagt uns, dass nun nichts mehr zu \u00e4ndern ist. Aber es geht bei Gott nicht um unseren Verstand, sondern es geht um unser Vertrauen. Es ist die Kernfrage: Glauben wir, dass Gott lebendig machen kann? Glauben wir, dass Gott Herr \u00fcber Leben und Tod ist?<br \/>\nDie Gemeinde in Joppe hat diese Hoffnung. Sie setzt ihr Vertrauen auf den lebendigen Gott und deshalb schickt sie M\u00e4nner zu Petrus, von dem sie wissen, dass er einer der zw\u00f6lf ist und den Auferstandenen verk\u00fcndigt wie sie selbst es auch tun. Vielleicht wei\u00df er, wie es weitergehen kann.<br \/>\nEr wird also geholt und die Trauer \u00fcber den Verlust wird vor ihm ausgebreitet, die Menschen klagen und weinen. Und vielleicht steht unausgesprochen die Frage im Raum: Kann das, was tot ist, wirklich wieder lebendig werden?<\/p>\n<p>Wie ist es mit uns heute: Vertrauen wir das Gott uns lebendig machen kann, immer wieder neu? Ich stelle die Frage in unserer Zeit, in der unser Weltbild von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und technischen Errungenschaften gepr\u00e4gt ist: glauben und vertrauen wir darauf, dass Totes lebendig werden kann?<br \/>\nDie Gemeinde in Joppe hat Petrus geholt, sie hat eine Hoffnung und sie vertraut. Ihr Grundbekenntnis ist: Christus ist auferstanden! Gott ist der Herr \u00fcber Leben und Tod! Und der Auferstehungsprozess beginnt, wo Menschen diesem Auferstandenen vertrauen.<br \/>\nPetrus teilt mit der Gemeinde das Vertrauen. Er begibt sich zu Tabita und geht im Vertrauen ins Gebet. Und Gott tut das Seine \u2013 er schafft Leben, er schafft einen neuen Anfang \u2013 was tot ist, wird wieder lebendig!<\/p>\n<p><em>EG 664\u00a0 \u00a0Strophe 2<\/em><\/p>\n<p>Unsere Geschichte um Tabita ist eine Wundergeschichte. Das verleitet uns heute gerne dazu, so einen Text so auszulegen, dass wir uns um das eigentliche wundersame Geschehen herumdr\u00fccken. Ist sie nun oder ist sie nicht richtig tot gewesen? Unser naturwissenschaftlich gepr\u00e4gter Verstand wehrt sich mit allen Mitteln gegen ein solches Ereignis, das wir uns nicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Menschen der Urgemeinde hatten eine andere Sicht auf diese Ereignisse, f\u00fcr sie waren in Wundern das Wirken g\u00f6ttlicher Kr\u00e4fte zu sp\u00fcren. Und das gilt nicht nur f\u00fcr die Zeit vor 2000 Jahren. Vielleicht ist es eher so, dass unser Blick f\u00fcr das Wirken Gottes oft so verstellt ist, dass wir Wunder gar nicht mehr sehen, bzw. sie gar nicht mehr Gott zuordnen.<br \/>\nWunder geschehen nicht so, wie wir sie wollen. Aber viel \u00f6fter, als wir sie wahrnehmen. Denn unser Herz muss sie erst wieder sehen lernen.<\/p>\n<p>Ja, es gibt sie, die Spontanheilungen unheilbarer Krankheiten, die sich kein Arzt erkl\u00e4ren kann. Aber es gibt auch die vielen anderen Wunder, die Gott wirkt. Menschen werden geheilt an ihrer Seele durch Vergebung.<br \/>\nWunder geschehen, wenn aus Hass Friede wird, wenn ein Kind geboren wird, wenn Menschen ganz gegens\u00e4tzlicher Kulturen und Interessen zusammen leben lernen.<br \/>\nWunder geschehen, wenn Fl\u00fcchtlinge nicht kritisch angeguckt, sondern warmherzig empfangen werden, aber auch, wenn Neues in der Frauenhilfearbeit w\u00e4chst.<br \/>\nWunder geschehen nicht immer so, wie wir es wollen, aber Gottes heilsame Kraft wirkt und ist uns ein Zeichen, dass das Reich Gottes mitten unter uns ist.<\/p>\n<p><em>EG 664\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Strophe 3<\/em><\/p>\n<p>Paulus betet, er spricht Tabita an und Tabita kehrt zur\u00fcck ins Leben. Ende gut alles gut? Der Tod ist nicht aufgehoben, auch nicht in unserer Geschichte. Irgendwann ist Tabita doch wieder gestorben. Die Strukturen des Todes sind in dieser Welt allgegenw\u00e4rtig. Gerade in diesen Tagen wird uns dies wieder besonders bewusst.<\/p>\n<p>Trotz Jesu Auferstehung: diese Welt ist nicht einfach heil und friedlich. Das Reich Gottes beginnt in dieser Welt, aber wir sind nicht herausgenommen aus Schwierigem und Leidvollem. Auch als Frauenhilfe nicht. Wir stehen heute vor vielen Herausforderungen, die es zu meistern gilt.<br \/>\nWovon lassen wir unseren Blick<u>, <\/u>unsere Wirklichkeit bestimmen? Von dem was nicht mehr geht, wovon wir Abschied nehmen m\u00fcssen oder lernen wir, wie die Menschen um Tabita oder auch die Glaubensm\u00fctter ihrer Frauenhilfegruppe auf die lebendige Wirklichkeit Gottes zu vertrauen?<br \/>\nDie Gr\u00fcnderinnen ihrer Gruppe hatten Mut und Gottvertrauen als sie ihre Frauenhilfegruppe gr\u00fcndeten um f\u00fcr die \u00e4rmsten Kinder Kleidung zu n\u00e4hen. Sie waren kein Kreis wohlbetuchter leicht versponnener Damen, die aus lauter Langeweile nach einem T\u00e4tigkeitsfeld suchten. Nein es waren tatkr\u00e4ftige, starke Frauen, die gut rechnen konnten. Diese Frauen sahen mit einem klaren Blick die Not der Menschen in ihrer Nachbarschaft und handelten!<\/p>\n<p>Nach dem zweiten Weltkrieg gab es eine neue Generation von Frauen, aber auch sie hatten einen Blick f\u00fcr die N\u00f6te der Menschen. Ihr besonderes Augenmerk lag auf den Alten und den ganz Jungen, die durch die Folgen des zweiten Weltkrieges heimat- und wohnungslos geworden waren. Und sie bauten diesen Menschen eine Heimstatt \u2013 gegen alle Widerst\u00e4nde in Presbyterium und Stadtrat und wortw\u00f6rtlich mit der Schaufel in der Hand.<br \/>\nAndere Zeiten, andere N\u00f6te und Herausforderungen, aber dieselbe Liebe und dasselbe Gottvertrauen!<\/p>\n<p><u>3 Schritte, f\u00fcr unseren Weg in der Nachfolge<\/u> als J\u00fcngerinnen und J\u00fcnger k\u00f6nnen wir von Tabita und den Leuten in Joppe lernen:<\/p>\n<ol>\n<li>Vertrauen auf den der das Leben ist, Jesus Christus<\/li>\n<\/ol>\n<p>Gegen allen Augenschein, haben sie dem vertraut, der von sich sagt \u201eIch bin die Auferstehung und das Leben\u201c. Dies war der erste Schritt.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Im Vertrauen alte Wege verlassen, sich in Bewegung setzen und Hilfe holen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ihr Vertrauen in Jesus Christus hat sie in Bewegung gesetzt. Sie haben nicht getan, was man immer tut und Tabita beerdigt. Vielmehr sind sie losgegangen und haben sich Unterst\u00fctzung geholt<u>:<\/u> Petrus.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Im Gespr\u00e4ch bleiben: mit Gott + miteinander<\/li>\n<\/ol>\n<p>Auch Petrus hat nicht allein gehandelt. Er hat gebetet. Er hat zuerst einmal mit Gott gesprochen, bevor er mit Tabita gesprochen hat.<br \/>\nTabita und die Menschen in der Gemeinde in Joppe <u>tun<\/u> <u>das<\/u> ihre, im Vertrauen, dass Gott <u>d<\/u>a<u>s<\/u> Seine tut, dies ist die Haltung des Glaubens.<\/p>\n<p>Und Gott tut das Seine, auch das k\u00f6nnen wir an der Geschichte der Tabita lernen. Wir k\u00f6nnen es auch an der Geschichte ihrer Frauenhilfe lernen.<br \/>\nDer Name, den diese Frauen ihrem Altenheim gegeben haben macht dies deutlich: Haus Gottesdank.<\/p>\n<p>Im Vertrauen auf Gott tun wir das unsere und Gott tut das seine, dies gilt ebenso f\u00fcr die Zukunft der Frauenhilfe. Sie ist und bleibt Gottes Werk.<br \/>\nEr h\u00e4lt sie lebendig.<br \/>\nDieses Vertrauen gibt uns die Kraft zu neuen Schritten und Ver\u00e4nderungen.<\/p>\n<p><em>Amen<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>EG 664\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ganz<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Evangelische Frauenhilfe der Friedenskirche Sterkrade e.V.\u00a0 \u00a0 Es war 1879, als sich Frauen unserer Kirchengemeinde in Oberhausen Sterkrade\u00a0 herausgefordert f\u00fchlten, einen N\u00e4hverein zu gr\u00fcnden, um bed\u00fcrftigen Familien zu helfen. 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