{"id":114,"date":"2018-03-22T12:39:51","date_gmt":"2018-03-22T11:39:51","guid":{"rendered":"http:\/\/holtensterkrade.de\/?page_id=114"},"modified":"2019-06-07T17:17:37","modified_gmt":"2019-06-07T15:17:37","slug":"tansania","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/holtensterkrade.de\/?page_id=114","title":{"rendered":"Tansania"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Partnerschaft der Ev. Gemeinde mit der Gemeinde Magamba in Tanzania<\/strong><\/p>\n<p>Werner Lantermann &amp; Christiane Wilms<\/p>\n<p>1979 wurde die Partnerschaft zwischen der Holtener Gemeinde und einer Initiative in Magamba\/Tanzania in den West-Usambara-Bergen in Ostafrika begr\u00fcndet.<img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-948 alignright\" src=\"https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/TZa.jpg\" alt=\"\" width=\"412\" height=\"289\" srcset=\"https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/TZa.jpg 1319w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/TZa-300x210.jpg 300w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/TZa-768x539.jpg 768w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/TZa-1024x718.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 412px) 100vw, 412px\" \/><\/p>\n<p>Die Initiative hie\u00df UTC und bedeutete \u201eUsambara Technology Center\u201c. In dieser Einrichtung wurden damals u. a. junge AfrikanerInnen zu Schneiderinnen ausgebildet. Holten unterst\u00fctzte diese Initiative mit technischem Ger\u00e4t, mit N\u00e4hmaschinen und mit Geld. Auch erste Besuche von Pfarrer Brand und sp\u00e4ter dem Holtener Jugendleiter Werner Lantermann brachten n\u00e4here Kontakte zu den UTC-Verantwortlichen vor Ort.\u00a0 Mit der Zeit brach diese Initiative UTC allerding auseinander. Ein Grund war, dass die Schneiderinnen durch die Flut von \u201ebilligeren\u201c Textilien aus \u00dcbersee zunehmend arbeitslos wurden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-941 alignleft\" src=\"https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/UTC2.jpg\" alt=\"\" width=\"472\" height=\"311\" srcset=\"https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/UTC2.jpg 1478w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/UTC2-300x198.jpg 300w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/UTC2-768x506.jpg 768w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/UTC2-1024x675.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 472px) 100vw, 472px\" \/>Kurzum: das UTC zerfiel, und die Holtener Gemeinde bem\u00fchte sich fortan, eine Partnerschaft mit der anliegenden Ortsgemeinde zu initiieren. Das gelang anfangs nur sehr m\u00fchsam. Pfarrer Halbach kam dann aber mit dem \u00f6rtlichen Pfarrer und auch mit dem Gemeindereferenten Heri Kiluwa in Kontakt, der bis heute besteht.<\/p>\n<p>2004 kam unsere Holtener Freitagsjugendgruppe ins Spiel. Ein Teil dieser Gruppe stattete der Partnergemeinde unter Leitung von Werner und Yvonne Lantermann einen zweiw\u00f6chigen Partnerschaftsbesuch ab. Angesichts der sich dabei f\u00fcr die Besucher offenbarenden gro\u00dfen \u00f6kologischen Probleme der Region kam es im Anschluss an diesen Besuch zur Ausarbeitung eines gemeinsamen Projektes. Das STEP-Projekt wurde geboren und 2006 bei einem neuerlichen Besuch von Ehepaar Lantermann im Magamba als offizielles Partnerschaftsprojekt von Holten und Magamba aus der Taufe gehoben. STEP ist die Abk\u00fcrzung f\u00fcr \u201e<u>S<\/u>ocial <u>T<\/u>opics and <u>E<\/u>cological <u>P<\/u>rojects\u201d. Ziel des Projektes war, in beiden Gemeinden ein Bewusstsein f\u00fcr \u00f6kologische Fragen und Probleme zu entwickeln, dann hier in Deutschland Geld zu sammeln, um dort in Magamba kleinere \u00f6kologische Projekte in Angriff nehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als erstes entsandten wir in Zusammenarbeit mit Prof. Jochen Zimmer von der Uni-Duisburg eine Studentin der Sozialwissenschaften nach Magamba, wo sie zusammen mit einer afrikanischen Studienkollegin zun\u00e4chst eine Bestandsaufnahme der \u00f6kologischen Fragestellungen und Probleme in der Region unter 100 Familien im Magamba durchf\u00fchrte (ihre Ergebnisse sind \u00fcbrigens sp\u00e4ter als Diplomarbeit an der Uni Duisburg angenommen worden). In dieser Befragung wurde schnell deutlich, dass sich in Magamba vieles um die ausufernde Waldzerst\u00f6rung, die schwieriger werdende Beschaffung von Feuer- und Bauholz und um Probleme beim Gem\u00fcseanbau durch fortschreitende Erosion drehte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-938 alignleft\" src=\"https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/TZ1.jpg\" alt=\"\" width=\"204\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/TZ1.jpg 326w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/TZ1-218x300.jpg 218w\" sizes=\"(max-width: 204px) 100vw, 204px\" \/><\/p>\n<p>Das STEP Projekt versuchte daher an drei Punkten mit \u201ep\u00e4dagogischer\u201c Kleinarbeit Projekte zur Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort zu initiieren. Ein Projekt war die Herstellung von Energie sparenden \u00d6fen. Mit Hilfe einer kenianischen Umwelt-Ingeneurin, die vom STEP-Projekt eigens engagiert wurde, wurden zun\u00e4chst in mehreren Haushalten Magambas neue Arten von Lehm\u00f6fen hergestellt, die nur die H\u00e4lfte bis ein Drittel des bisherigen Feuerholzbedarfes hatten.<\/p>\n<p>Ein zweiter Schritt war der Versuch, eine Anbauterrasse unter Verwendung von Humus\/Kompost in Magamba als Anschauungsobjekt zu erstellen. Und begleitend wurden Flora und Fauna des umliegenden Shume-Magamba-Bergregenwaldes durch Biologiestudenten untersucht \u2013 diese Studien wurden allerdings extern finanziert, u.a. vom Zoo M\u00fcnster, der ein besonderes Interesse an der Erforschung der dort vorkommenden Primaten-Population hatte. Darauf verweist \u00fcbrigens auch der Colobus-Affe in unserem STEP-Logo. In der Bev\u00f6lkerung Magambas sollten diese Untersuchungen eine Art \u201eRegionalstolz\u201c auf ihren Wald und seine Bewohner erzeugen und deutlich machen, wie einzigartig und wichtig dessen Schutz ist. Dahinter stand das inzwischen international vielfach angewendete Naturschutzkonzept \u201econservation through pride\u201c (= Naturschutz durch Stolz).<\/p>\n<p>Weitere Projektplanungen gingen in Richtung Bau von Kompostanlagen und private H\u00fchnerhaltung in den Haushaltungen. Leider ist es dazu nicht mehr gekommen. 2009 kam es noch zu einem Gegenbesuch der Afrikaner im Rahmen des STEP-Projektes, bei dem noch diverse weitere Schritte des Projekts vereinbart wurden. Seither hakte dann aber leider der Kontakt und die Weiterf\u00fchrung des Projekts war infrage gestellt.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des 125-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der lutherischen Nordost-Dioz\u00f6se in Tansania hatte Pfarrerin Wilms 2016 dann die Gelegenheit, an den dortigen Feierlichkeiten teilzunehmen und dabei auch die Partnergemeinde Magamba zu besuchen. Dort hatten sich zwischenzeitlich mehrere Personalwechsel vollzogen, u.a. hatte Heri Kiluwa mittlerweile seinen Dienst quittiert, und es war ein neuer Pfarrer in die Gemeinde gekommen: Charles Lumwe. Er zeigte sich sehr offen f\u00fcr die Fortf\u00fchrung der Gemeindepartnerschaft. Zusammen mit einer Delegation der Nordost-Dioz\u00f6se kam er 2017 dann auch zum Besuch nach Oberhausen, Charles selber wohnte zwei Wochen im Holtener Pfarrhaus an der Wasserstra\u00dfe bei Pfarrerehepaar Wilms. Dabei kam es zu einem regen Austausch, auch bez\u00fcglich der weiteren Ausgestaltung der Partnerschaft. Ein Grund, warum es in den vergangenen Jahren bei der Kommunikation gehakt hatte, waren die Kommunikations\u201cmittel\u201c. Bisher war man auf Briefe (die lange Zeit von Magamba bis Holten ben\u00f6tigten) angewiesen. Laptop und Internetanschluss wurden erst k\u00fcrzlich in Magamba verf\u00fcgbar, nun funktionert auch der E-Mail-Kontakt. Damit steht einem regelm\u00e4\u00dfigen Austausch zwischen beiden Partnergemeinden nichts mehr im Wege. Und das ist nat\u00fcrlich sehr erfreulich, denn immerhin j\u00e4hrt sich der Beginn der Partnerschaftsarbeit 2019 bereits zum 40. Mal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Partnerschaft der Ev. 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