{"id":1933,"date":"2020-03-14T11:35:39","date_gmt":"2020-03-14T10:35:39","guid":{"rendered":"https:\/\/holtensterkrade.de\/?page_id=1933"},"modified":"2021-07-04T12:54:39","modified_gmt":"2021-07-04T10:54:39","slug":"gottesdienst-fuer-den-sonntag-okuli-an-der-friedenskirche","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/holtensterkrade.de\/?page_id=1933","title":{"rendered":"Gottesdienste &#038; Andachten&#8212;&#8211; diese Rubrik wird mit Beginn der Sommerferien nicht weiter aktualisiert"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\">04.07.2021\/ 5. So.n.Trin.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-4236 size-full aligncenter\" src=\"https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/WEBEN.jpg\" alt=\"\" width=\"935\" height=\"620\" srcset=\"https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/WEBEN.jpg 935w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/WEBEN-300x199.jpg 300w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/WEBEN-768x509.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 935px) 100vw, 935px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Bildquelle: pixabay<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>wie gut kennen wir den Gott, zu dem wir beten? Vielleicht kennen wir ihn besser, als wir denken. Denn wir sind wie Gott \u2013 und doch ganz anders. Dass das schwer zu verstehen ist, merken auch die Menschen in Athen, als Paulus zu ihnen spricht. Manche probieren einfach, Gott zu verstehen und merken dabei: Gott ist ganz nah.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Apostelgeschichte 17, 26-28\/ Monatsspruch Juli 2021: <\/em><\/strong><strong><em>Gott ist keinem von uns fern. Denn in ihm leben, weben und sind wir.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Paulus verl\u00e4sst die Synagoge, wo er zuvor gepredigt und die Schriften ausgelegt hat. Er geht hinaus, weil philosophisch gebildete Leute ihn dazu eingeladen haben. Jetzt steht er auf dem Areopag, dem h\u00f6chsten Gerichtshof in Athen, und f\u00e4ngt an zu reden. Er nimmt dabei die Menschen und ihr Denken wahr, l\u00e4sst sich auf sie ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zuvor hat er sich umgeschaut in Athen, in der Stadt der gro\u00dfen Philosophen Sokrates, Plato und Aristoteles. Paulus sieht in Athen Alt\u00e4re f\u00fcr die unterschiedlichen Gottheiten und entdeckt einen Altar f\u00fcr \u201eden unbekannten Gott\u201c. Dieser Altar \u201ef\u00fcr den unbekannten Gott\u201c wurde damals als L\u00fcckenf\u00fcller aufgestellt.<\/p>\n<p>Aus Vorsicht, falls eine Gottheit vergessen worden war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>An diesen Altar f\u00fcr die unbekannte Gottheit kn\u00fcpft Paulus an und stimmt zu. Ja, es gibt noch einen Gott. Das ist nicht die Nummer xy im griechischen G\u00f6tterhimmel. Nein, das ist der Gott, der sich in Jesus Christus gezeigt hat. Jesus, der sich den Menschen zuwandte.<\/p>\n<p>Jesus, der am Kreuz unser Leid auf sich nahm.<\/p>\n<p>Jesus, der zu neuem Leben auferstand und Hoffnung schenkt.<\/p>\n<p>Seine Botschaft von einem liebevollen Gott verbreitet sich immer mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Paulus spricht mit den Leuten in Athen, l\u00e4sst sich ein auf deren Vorstellungen und benutzt ihre Sprache. So k\u00f6nnen sie ihn verstehen. Er nimmt sie mit, als er ihnen vom Sch\u00f6pfergott erz\u00e4hlt. Auch die Vorstellung, dass ein Gott nicht in menschengemachten Tempeln lebt und sich von Menschen nicht bedienen l\u00e4sst, war den Menschen in Athen vertraut.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich zitiert er einen ihrer Dichter und sagt: \u201eDenn in ihm leben, weben und sind wir\u201c (Apg 17,28).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich stelle mir vor, wie die Menschen um ihn herum voller Zustimmung nicken. Ja, so k\u00f6nnen sie sich den unbekannten Gott vorstellen, den sie da mit diesem Altar schon verehren.<\/p>\n<p>Doch Paulus geht \u00fcber die vertrauten Vorstellungen der Menschen in Athen hinaus.<\/p>\n<p>Er erz\u00e4hlt ihnen von Jesus und seiner Auferstehung. Hier nicken sie nicht mehr alle zustimmend. In ihnen regt sich Widerstand. Hier passt der Gott, den Paulus ihnen vorstellt, nicht in ihr Bild vom Unbekannten. Manche spotten, hei\u00dft es. Manche wollen mehr weiter zuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einige aber h\u00f6ren weiter zu und werden Christen: Dionysius und Damaris werden namentlich genannt. Die beiden sp\u00fcren vielleicht, dass ihnen zwischen all den Tempeln und Alt\u00e4ren etwas fehlt.<\/p>\n<p>Vielleicht hat Paulus mit seiner Rede genau diese L\u00fccke in ihnen angesprochen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wo geschieht das heute, dass wir offen sind f\u00fcr die Vorstellungen unserer Umwelt? Wie kn\u00fcpfen wir an diese Vorstellungen an? Wann sind wir im Gespr\u00e4ch \u00fcber den Glauben mit Menschen, die ganz andere Vorstellungen haben?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Pfarrerin mache ich gerne Hausbesuche. Ich finde schade, dass dies lange Zeit unter Corona nur am Gartenzaun oder am Telefon m\u00f6glich war. Die Kommunikation, das sich Begegnen haben gefehlt. Auch der Austausch \u00fcber unseren Glauben, unsere Sorgen und \u00c4ngste, unsere Hoffnungen und W\u00fcnsche.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was wird aus unserer Kirche, fragen sich viele. Wie erreichen wir die Menschen wieder? Kirche muss wieder auf die Menschen zugehen, sie dort aufsuchen, wo sie leben, wo ihr Alltag ist. Das ist wichtig, weil \u00fcberall Menschen wie Dionysius und Damaris sein k\u00f6nnen: Menschen, die offen sind f\u00fcr einen ihnen (noch) unbekannten Gott. Menschen, die trotz aller Angebote um eine Leerstelle in ihrem Leben wissen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Damaris und Dionysius k\u00f6nnen so viele Gesichter haben.<\/p>\n<p>Das Gesicht eines \u00e4lteren Manns, der immer wieder dem Vergangenen hinterhertr\u00e4umt.<\/p>\n<p>Oder das Gesicht einer Frau, die von Erfolg zu Erfolg hetzt und abends allein in eine kalte Wohnung kommt.<\/p>\n<p>Das Gesicht eines jungen Menschen, der sp\u00fcrt, dass ihm seine Herkunftsfamilie nicht guttun, aber trotzdem an ihr festh\u00e4lt, weil er denkt besser die, als gar keine.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Damaris und Dionysius haben viele Gesichter. Mich ber\u00fchrt in der Rede des Paulus, die Zusage, dass Gott \u201enicht ferne von einem jeden, einer jeden von uns\u201c ist. Dass wir \u201ein ihm leben, weben und sind.\u201c\u00a0 Enger geht doch gar nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gott ist dabei keine Garantie f\u00fcr Erfolg, Gesundheit oder Freunde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber Gott ist nicht fern, will sich finden lassen und uns ermutigen, mit uns gehen und uns nahe sein. Gott hat uns unser Leben geschenkt und ist da inmitten des t\u00e4glichen Einerleis: aufstehen, essen, bewegen, arbeiten, schlafen.<\/p>\n<p>Gott ist nicht ferne und kennt die Sorgen seiner Kinder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die kleinen Sorgen: Wann kann ich wieder ohne Test in Urlaub fahren? Die gro\u00dfen Sorgen: Wann kommen wir wieder heraus aus dieser Pandemie? Wie und zu welchen Konditionen werden die \u00e4rmeren L\u00e4nder versorgt mit Impfstoffen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gott ist nicht fern, in ihm leben, weben und sind wir.<\/p>\n<p>Diese Erkenntnis hat der Lieddichter Gerhard Tersteegen in einer Liedstrophe ( von: Gott ist gegenw\u00e4rtig\u2014s.u.) wundervoll ausgedr\u00fcckt: \u201eLuft, die alles f\u00fcllet, drin wir immer schweben, aller Dinge Grund und Leben, Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder; ich senk mich in dich hinunter. Ich in dir, du in mir, mich ganz verschwinden, dich nur sehn und finden.\u201c<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Lied: Gott ist gegenw\u00e4rtig eg 165, 1, 5, 6<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>F\u00fcrbittengebet:<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Guter Gott, du bist nicht fern, sondern willst ein Teil von uns sein.<\/p>\n<p>Das tut gut zu h\u00f6ren, denn oftmals suchen wir dich und finden dich nicht. Vielleicht suchen wir auch an der falschen Stelle oder merken gar nicht, dass du immer schon da bist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hilf uns, dich immer neu zu finden:<\/p>\n<p>In den Situationen des Alltags, wenn wir m\u00fcde sind und Kraft brauchen, weil uns alles \u00fcberfordert.<\/p>\n<p>In Zeiten der Krankheit oder wenn wir uns um andere Menschen Sorgen machen.<\/p>\n<p>In den Momenten, wo es uns gut geht und wir dich einfach deswegen vergessen.<\/p>\n<p>Wenn wir in dir leben, weben und sind, dann bist du immer dabei, immer Teil unseres Lebens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann gibst du uns Kraft, auch anderen Menschen von Dir zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Dann gibst du uns Zuversicht, auch schwere Zeiten in unserem eigenen Leben zu \u00fcberstehen.<\/p>\n<p>Dann st\u00e4rkst du uns, wenn wir f\u00fcr unsere Welt eintreten und versuchen, sie nach unseren M\u00f6glichkeiten ein bisschen besser zu machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Guter Gott, du bist nicht ferne, sondern willst ein Teil von uns sein- ja du bist immer schon ein Teil von uns, weil du uns erschaffen hast.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr danken wir dir.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gott beh\u00fcte Sie und euch<\/p>\n<p>Ihre \/ eure<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2351\" src=\"https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/05.04.-PalmsonntagsGodi-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/05.04.-PalmsonntagsGodi-300x200.jpg 300w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/05.04.-PalmsonntagsGodi-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/05.04.-PalmsonntagsGodi-768x512.jpg 768w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/05.04.-PalmsonntagsGodi-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/holtensterkrade.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/05.04.-PalmsonntagsGodi-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Christiane Wilms, Pfarrerin<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sonntags\u00a0 finden <strong>pr\u00e4sente Gottesdienste<\/strong><\/p>\n<p>in unseren Kirchen statt:<\/p>\n<ol start=\"11\">\n<li>Juli: 10.00 Uhr Holten \/11.30 Uhr Friedenskirche\/ 11.30 Uhr Christuskirche<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gottesdienst digital:<\/strong><\/p>\n<ol start=\"18\">\n<li>Juli : 11.30 Uhr Gottesdienst \u00fcber Zoom<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Diese Predigt ist die letzte Ausgabe dieser Art<\/strong><strong>.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir stellen dieses Format ab sofort ein und bedanken uns f\u00fcr Ihr Interesse im vergangenen Jahr! Wir haben in den vergangenen Wochen feststellen m\u00fcssen, dass die Nachfrage nach den kopierten Fassungen immer weiter zur\u00fcckging. Aus diesem Grund stellen wir auch die Predigten mit Beginn der Sommerferien jetzt nicht mehr online.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir w\u00fcrden uns freuen, Sie und euch jetzt wieder in den Gottesdiensten begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dazu hat das Presbyterium in seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien beschlossen, angesichts des zur\u00fcckgehenden Infektionsgeschehens die Pr\u00e4senzangebote insofern zu erweitern, als wir nun Gottesdienste im Zeitumfang von etwa einer halben Stunde anbieten. Im Anschluss an den Gottesdienst bieten wir Ihnen und euch in den Sommermonaten noch ein k\u00fchles Getr\u00e4nk bzw. ein Eis \u201eauf die Hand\u201c\u00a0 und ein Gespr\u00e4ch im Stehen vor der Kirchent\u00fcre an. Herzliche Einladung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>04.07.2021\/ 5. So.n.Trin. Bildquelle: pixabay Liebe Gemeinde, wie gut kennen wir den Gott, zu dem wir beten? Vielleicht kennen wir ihn besser, als wir denken. Denn wir sind wie Gott \u2013 und doch ganz&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"1970-01-01 01:00:00","action":"","terms":[],"taxonomy":"","browser_timezone_offset":0},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/holtensterkrade.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1933"}],"collection":[{"href":"https:\/\/holtensterkrade.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/holtensterkrade.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/holtensterkrade.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/holtensterkrade.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1933"}],"version-history":[{"count":367,"href":"https:\/\/holtensterkrade.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1933\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4238,"href":"https:\/\/holtensterkrade.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1933\/revisions\/4238"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/holtensterkrade.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1933"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}