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Hinweise auf besondere Gottesdienste in der nächsten Zeit…
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Ök. Gottesdienst zum Tag der deutschen Einheit & Erntedankgottesdienste (je einer für Kleine und einer für Große)
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Der nächste Gemeindebrief ist in Vorbereitung- aktuelle Informationen und die aktuelle Sonntagspredigt gibt es aber jederzeit im hier Netz und in analoger Form (als Kopie) im Format: „Predigt zum Mitnehmen!“ Dazu sind grün-blaue Holzkisten täglich von 8.00-18.00 Uhr an den Kirchen bereitgestellt. Und dann gibt es natürlich noch die Schaukästen …
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Predigt zum 27. September 2020 16. Sonntag nach Trinitatis

*Liedmelodie vor der Predigt: EG 432: Gott gab uns Atem

 

Gnade sei mit Euch und Friede, von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus,

Amen!

Ich lese uns Worte aus dem 2. Kapitel des 1.Mosebuches. Worte, die von der Erschaffung alles Lebens erzählen:

 

15 Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.                   

16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten,                                           

17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.

18 Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. 19 Und Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen, dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie der Mensch jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen. 20 Und der Mensch gab jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen wurde keine Hilfe gefunden, die ihm entsprach. 21 Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch. 22 Und Gott der HERR baute eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm. 23 Da sprach der Mensch: Die ist nun Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin nennen, weil sie vom Manne genommen ist. 24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch. 25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht.

(Genesis 2, 15-25)

 

(Bildquelle: Pixabay)    

Wie großartig und anrührend hier erzählt wird, nicht wahr?

Es klingt fast wie ein Märchen – ist aber keins.

 

Es ist vielmehr die Vorstellung von etwas, was – wie so oft, wir reden immerhin von Gott, was eigentlich zutiefst und völlig unvorstellbar ist, nämlich:

 

Wie kommt es in unserem riesigen Universum zu so etwas wie Leben, wie kommt es zu Entwicklung von Leben – und wie kommt es zuletzt zu Menschen als Mann und Frau?

Wie war, wie ist das möglich?

Und die Antwort darauf ist keine biologische oder eine naturwissenschaftliche.

Die Antwort ist eine theologische – eine Antwort des Glaubens. Und sie heißt schlicht und ergreifend: Möglich war es und ist es, weil Gott es so wollte und will.

 

Weil Gott es wollte.

Das ist die Antwort. Auch diese sogenannte zweite Schöpfungsgeschichte der Bibel erzählt, wie Gott den Menschen nicht nur nach seinem Willen geschaffen, sondern ihn auch im wahrsten Sinne des Wortes erdacht und gedacht hat:

Als einen Menschen in Partnerschaft,

als einen Menschen, der Scham nicht nötig hat,

als einen Menschen, der Bebauer und Bewahrer der Schöpfung und des ihm Anvertrauten ist.

Und schließlich: Als einen Menschen, der auf keinen Fall ein Zerstörer ist.

Auf keinen Fall – das ist nicht vorgesehen und nicht der Plan.

 

Und doch kann der Mensch zerstören, brutal und grausam. Kann sich vergehen, an dem ihm Anvertrauten, kann er Schindluder mit der Schöpfung treiben, kann seine Mitmenschen quälen und drangsalieren, kann er morden, wüten, tyrannisieren, kann er terrorisieren, ungerecht oder einfach nur gleichgültig sein und die Hände in den Schoß legen und auf das große Ganze verweisen, während Menschen gleichzeitig auf der Flucht ertrinken oder überfüllte Flüchtlingslager brennen.

 

Der Mensch, eigentlich zum Frieden geschaffen, kann ein großer Zerstörer sein; einer, der aus blinder Wut, aus Berechnung oder aus wahnhaftem Fanatismus andere Menschen tötet. Einer, der hetzt und wieder hetzt, Wahrheiten verdreht, Fakten solange in Frage stellt und verzerrt, bis sie endlich ins eigene Bild passen. Der einfach dreist draufloslügt, auch noch öffentlich und damit immer weiter macht und dabei, wenn es nur dem eigenen Narrativ dient, berechnend infrage stellt, was eigentlich Konsenz war, oder von dem wir zumindest dachten, dass es Konsenz der Menschheit sei.

 

Ein Glas kann halbvoll oder halbleer sein, das ist keine Frage und darüber kann man diskutieren, ja gewiss auch streiten, je nach eigener Meinung oder Überzeugung.

 

Wenn aber einer kommt und behauptet, das Glas sei eigentlich gar kein Glas, sondern nur da rein ge-photoshoppt von der Lügenpresse, dann ist das irgendwie so dreist, dass mir erst einmal der Atem wegbleibt Und dann ist das zugleich so jenseits aller konsensualer Denkkultur, dass gewohntes sachliches Argumentieren fast zwangsläufig an seine Grenze geraten muss.

 

Der Mensch also, einer der draufloslügt, oder auch einer der flüsternd und subtiler, und so vielleicht sogar noch perfider daherkommt und verschwörungstheoretisch einflüstert,

dass Angela Merkel zB eigentlich ein Wesen halb Mensch, halb Echse ist, dass die Corona Pandemie von Bill Gates oder einer Elite geschürt wurde, nur um am Ende die Weltherrschaft zu ergreifen und dabei einen guten Teil der Weltbevölkerung auszurotten. Dass dieser elitäre Zirkel das Blut von kleinen Kindern trinkt und das bei alledem irgendwie die G 5 Masten und die Tauben, die eigentlich programmiert sind, uns zu überwachen, auch eine Rolle spielen. Und von Außerirdischen, die schon lange unter uns sind, haben wir da noch gar nicht gesprochen. Und davon, dass Corona eigentlich nur eine harmlose Grippe ist, auch nicht. Nein, der Mensch, eigentlich zum Frieden geschaffen, kann ein großer Zerstörer und Versucher sein. Mit Taten und mit Worten. Und das alles war in der Schöpfung so nicht vorgesehen – und doch geschah es bald nach dieser so durch und durch friedlichen Paradiesgeschichte.

Erst ergehen sich Eva und Adam nach Genuss des Apfels in der Schuldfrage;

Dann tötet Kain seinen Bruder Abel.  Und dann geht es weiter und so Vieles wird noch folgen.

Es ist, wie es ist:

Der freie Wille des Menschen bedeutet eben auch, dass er sich für Böses entscheiden kann. Es braucht keinen Teufel dazu; der Mensch kann das ganz alleine. Böse sein.

Aber: Er kann eben auch gut sein, Gott sei Dank!

Wir haben die Wahl, lernen wir da schon in den ersten Kapiteln der Bibel. Der Preis des freien Willens ist, dass wir in der Konsequenz immer die Wahl haben. Hoffentlich zum Guten, wie Gott und Jesus uns immer wieder bitten und mahnen. Und darum: Wenn wir das nächste Mal vor der Wahl stehen, und das werden wir, denn das gehört zum Leben Tag für Tag dazu, dann möge Gott uns beistehen, damit wir unsere Freiheit zum Guten nutzen.

 

Und falls dann einer fragt – was soll denn bitteschön überhaupt das Gute sein und stänkert: Ist es das, was die Lügenpresse vorgibt oder die Elite an Werten festlegt, um uns schön klein oder dumm zu halten? Dann antworte ich: „Nein, das ist für mich viel elementarer und einfacher: Das ist innen drin. Das ist Verständnis, Respekt, Nächstenliebe und Barmherzigkeit.“

Und da lass ich mir übrigens nicht reinreden – auch wenn du mir noch so verschwörerisch klar machen willst, dass da eigentlich gar kein halbvolles Wasserglas steht, sondern das nur reingephotoshopt worden ist und die, war doch klar und wirst schon sehen, am Ende das Flüchtlingslager selber angesteckt haben. Und jetzt, ha ha, stehst du nämlich dumm da mit deinem Gutmenschendenken.

 

Steh ich nicht. Wie gesagt: Verständnis. Respekt. Nächstenliebe. Barmherzigkeit. Reicht mir als Kompass. Kein wenn, kein aber. Punkt.

Amen!

 

Liedmelodie nach der Predigt: (EG 675: Lass uns den Weg der Gerechtigkeit gehen)

 

 

Fürbittengebet

 

Gott, Schöpferkraft, unsere Bitten und Sorgen werfen wir auf dich.

Wir denken an die Menschen, die uns anvertraut oder anbefohlen sind.

Die aus ihren Problemen vielleicht nicht herausfinden.

Sei du bei ihnen.

Wir denken an die Resignierten, die sagen: Ich habe sowieso nichts davon. Die jede Hoffnung in sich abgetötet haben und nichts hören wollen. Sei du bei ihnen nah.

Wir denken an die Wütenden, die alles mit ihrem Hass überziehen. Die nur noch kaputt machen und andere mit sich reißen wollen. Sei du bei ihnen.

Wir denken an die Regierenden, die klar und deutlich sein müssen, es oft nicht schaffen und es allen Recht machen wollen. Sei du ihnen nah.

Wir denken an die Kranken und Sterbenden, an Menschen in Not. Die deinen Trost brauchen und unseren Dienst. Sei bei ihnen.

Gott, Schöpferkraft, unsere Sorgen werfen wir auf dich. Auch unser Vertrauen. Und unsere Freude. Denn du sorgst für uns.

Amen!

 

Herzlichst, Ihr Thomas Fidelak, Pfr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einladung zum Ök. Gottesdienst am Tag der Deutschen Einheit

 

Am Samstag, 03.10.2020 findet traditionell um 11.30 Uhr ein Ökumenischer Gottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit statt. In diesem Jahr in der St. Clemens-Kirche in Sterkrade.
Die katholische Kirchengemeinde bittet um Anmeldung zu diesem Gottesdienst, der musikalisch durch Solisten und einigen Musikern des Symphonieorchesters Ruhr, unter der Leitung von Veit J. Zimmermann, gestaltet wird.
Die telefonische Anmeldungsannahme (0208/62 91 29 83) ist nur mittwochs zwischen 16 und 18 Uhr besetzt.
Eine Online-Buchung können Sie vornehmen unter: https://www.messen.kjg-stclemens.de/