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Wiederaufnahme von Gottesdiensten in unserer Gemeinde … lesen Sie mehr unter: Aktuelles/ Neueste Informationen – und: Gottesdienste (Predigtplan)
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Beschluss des Presbyteriums vom 12.05. : Derzeit wird es keinen neuen Gemeindebrief geben. Aktuelle Informationen gibt es aber jederzeit über: diese Hompepage/ die Schaukästen/ die „Predigt zum Mitnehmen“ ( kopierte Sonntagspredigt mit angehängtem Info-Blatt) und die Abkündigungen im Gottesdienst … lesen Sie mehr unter: Aktuelles/ Neueste Informationen
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Aktuelle Informationen und die Sonntagspredigt gibt es auch weiterhin immer freitags neu als Kopie im Format: „Predigt zum Mitnehmen!“ Dazu werden grün-blaue Holzkisten täglich von 8.00-18.00 Uhr an den Kirchen bereitgestellt.
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26.05.: Presybterium sagt größere Sommer-Veranstaltungen ab! Betroffen sind der Gottesdienst für Mitarbeitende (: neue und scheidende)/ das Gemeindefest/ die Jubelkonfirmation
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Büchertaxi eingerichtet- mehr unter: Aktuelles/ Neueste Informationen
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Diese Telefonnummer sollten Sie sich vllt. merken: 0800 938 0000 … (- das ist das Hilfe-Telefon der Aktion: Gemeinsam gegen Corona- s. Aktuelles/ Neueste Informationen vom 23.03.) – Einkaufslisten anbei

Wochenimpuls zu Pfingsten 31.05. / 23. KW

Stille Post  an Pfingsten

In unserer Kirchengemeinde Holten- Sterkrade gibt es an Pfingsten eine besondere Aktion. An allen Kirchentüren findet man zu Pfingsten Briefumschläge. Sie sind dazu gedacht, sie für sich selbst mitzunehmen und sie auch anderen in den Briefkasten zu stecken und damit eine Freude zu machen.


 

Ansprache zu Apostelgeschichte 2,1-11:

 

Am jüdischen Pfingstfest waren wieder alle, die zu Jesus hielten,versammelt. Plötzlich hörte man ein mächtiges Rauschen, wie wenn ein Sturm vom Himmel herabweht. Das Rauschen erfüllte

das ganze Haus, in dem sie waren. Dann sah man etwas

wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden von ihnen ließ

sich eine Flammenzunge nieder. Alle wurden vom Geist

Gottes erfüllt und begannen in verschiedenen Sprachen zu

reden, jeder wie es ihm der Geist Gottes eingab.

Nun lebten in Jerusalem fromme Juden aus aller Welt. Als

sie das mächtige Rauschen hörten, strömten sie alle

zusammen. Sie waren bestürzt, denn jeder hörte die

versammelten Jünger in seiner eigenen Sprache reden.

Außer sich vor Staunen reifen sie: Die Leute, die da reden,

sind doch alle aus Galiläa. Wie kommt es, dass wir sie in

unserer Muttersprache reden hören? Unter uns sind

Parther, Meder und Elamiter, Leute aus Mesopotamien und

Kappadozien aus Pontus und aus der Provinz Asien, aus

Phrygien und Pamphylien, aus Ägypten, de, libyschen

Zyrene und aus Rom, aus Kreta und Arabien, Menschen

jüdischer Herkunft und solche, die sich der jüdischen

Gemeinde angeschlossen haben. Und trotzdem hört jeder

sie in seiner eigenen Sprache, die großen Taten Gottes

verkündigen.

 

Liebe Gemeinde,

in der Wohnung sitzen, in den eigenen 4 Wänden bleiben

das wurde uns in den letzten Wochen geraten.

Wir sollten möglichst niemanden treffen.

 

In der Pfingstgeschichte wollten die Freunde von Jesus, die

Jünger niemanden treffen.

Sie hatten auch viel hinter sich. Erst die Kreuzigung Jesu,

dann die Auferstehung, nach der es zunächst so scheint

alles könnte wieder alles so wie früher werden. Schließlich

die Himmelfahrt Jesu. Da wurde ihnen klar, dass Jesus nun

wirtlich nicht mehr da ist. Ohne ihn fühlten sie sich

verlassen, gottverlassen. So bleiben sie lieber erst einmal

zu Hause. – Das ist der Anfang der Geschichte.

 

Und keine 10 Verse später ist ganz Jerusalem in Aufruhr.

Voller Begeisterung sind die Freunde von Jesus aufeinmal

auf der Straße und erzählen von ihren Erlebnissen mit

Jesus, von ihrem Glauben und von Gottes Kraft. Eine

Wendung um 180 Grad. Alle Pilger und Touristen, die sich

gerade in Jerusalem aufhalten werden von den Jüngern

Jesu in ihrer Sprache angesprochen und von ihrer Freude

mitgerissen.

 

Wie haben die Jünger das geschafft? Der Evangelist Lukas

sagt, das haben nicht sie geschafft, sondern das war Gott,

es war Gottes Kraft, die hier gewirkt hat.

 

Die Jünger wurden vom Heiligen Geist erfüllt, so beschreibt

es Lukas. Und weil uns Menschen eigentlich Worte fehlen

wie die Kraft Gottes, der Heilige Geist zwischen uns

Menschen wirkt, gebraucht Lukas dafür Bilder. Das Bild von

Feuerzungen auf den Köpfen der Jünger und von dem

Wind, der durch das Haus braust. Das sind seine Bilder für

die Kraft, für die Gegenwart Gottes – nichts Handfestes,

nichts Greifbares. Die Gegenwart Gottes ist ja auch schwer

zu greifen.

 

Aber egal wie Lukas es beschreibt, egal welches Bild er

auch immer nimmt, aus dem Glauben heraus kann er

sagen: es ist die Kraft Gottes, die die Jünger verändert hat.

Es ist Gott, der die mutlosen, traurigen Jünger wieder in

Bewegung gebracht hat.

 

Auch wenn Jesus nicht mehr bei ihnen ist, spüren sie, dass

Gott immer noch für sie da ist.

 

So können sie annehmen, was nicht zu ändern ist. Sie

schöpfen Hoffnung und Zuversicht und geben sie an andere

weiter. Sie gehen auf andere Menschen zu, verstehen sie

und werden verstanden.

 

Viele Menschen, die gerade in Jerusalem sind lassen sich

begeistern und möchten getauft werden.

Es entsteht eine Gemeinschaft von völlig unterschiedlichen

Menschen aus unterschiedlichen Ländern und

Lebenswelten. Und was sie verbindet ist der Glaube an

Gottes Gegenwart, der Glaube, dass Gott, egal was kommt,

da ist und da bleibt.

 

Wir sitzen heute nicht so im Gottesdienst wie sonst.

Wir können nicht aus vollem Herzen singen.

Wir können uns nicht mit vielen Menschen treffen.

Wenn wir uns begegnen, können wir uns nicht die Hände

reichen oder uns umarmen. Manche fühlen sich in dieser Zeit einsam.

 

Viele Leute müssen gerade jetzt schwierige Entscheidungen

treffen.

Sorgen um die Gesundheit unserer Lieben beschäftigen uns

gerade in besonderer Weise.

Für die, die in den letzten Wochen Abschied von einem

lieben Menschen nehmen mussten war es belastend im nur

kleinem Kreis zusammen kommen zu können.

 

Das war und ist die Situation der letzten Wochen und in

dieser Zeit. Und trotzdem konnten wir auch in den letzten

Wochen merken: wir sind nicht allein. Es hat viele Ideen und

Initiativen gegeben. So sind wir auf unterschiedliche Weise

miteinander verbunden geblieben.

 

Man kann jetzt sagen: Ja, das sind halt gute Ideen gewesen

und telefonieren tun wir ja sowieso immer. Lukas würde

sagen: da waren Feuerzungen auf den Köpfen der

Menschen und der Wind brauste durch die Gemeinde.

 

Wir können die Verbundenheit nicht sehen und nicht greifen,

aber aus dem Glauben heraus können wir sagen: Wir sind

und waren nicht allein. Gottes Kraft ist mitten unter uns

spürbar und Gott war und ist da, wird und auch weiter an

unserer Seite bleiben.

 

Das hat er uns zugesagt, er wird uns Hoffnung und

Zuversicht schenken.

Er schenkt sie uns, die wir heute Morgen hier sind, und er

schenkt sie anderen. Und um sie anderen zu schenken

braucht Gott uns, dass wir weitergeben, was uns trägt und

begeistert. Amen

 

Gott behüte Sie und euch

 

Ihre / eure

Antje Lizier, Pfarrerin

 

 

Fürbittengebet:

 

Wir danken dir für all das, was in dieser Zeit so gut tut.

Für jeden Anruf, jeden Brief oder WhatsApp, Internetkontakt

oder einfach ein Winken von Weitem.

 

Wir danken dir, dass wir uns trotz des Abstands

miteinander verbunden fühlen.

 

Wir bitten dich für die, die es in dieser Zeit besonders

schwer haben:

Für die Menschen die einsam sind, die in den Altenheimen

und Krankenhäusern auf Besuch warten.

Für Menschen, die Angst um ihre Existenz haben und nicht

wissen wie es weiter geht.

Für die Politikerinnen und Politiker in Stadt, Land und Bund,

die schwierige Entscheidungen treffen müssen.

Für unsere Gesellschaft, die vieles auszuhalten hat in dieser

Zeit und in der sich manchmal Gegensätze zuspitzen.

 

Erfülle uns Menschen mit deinem Geist, schenke uns

Hoffnung und Zuversicht und lass sie uns weitergeben, an

die, die sie brauchen. Amen

 

*  *  *

Die nächsten Gottesdienste in unserer

Kirchengemeinde:

 

An Pfingstmontag ist um 11.30 Uhr Gottesdienst in der

Friedenskirche.

Am 7. Juni 2020 ist um 10 Uhr Gottesdienst in der ev.

Kirche Holten.

Am 14. Juni ist um 10 Uhr Gottesdienst in der

Christuskirche, bei schönem Wetter draußen im Pfarrgarten.

Am 21. Juni ist um 10 Uhr Gottesdienst in der

Friedenskirche.

Am 28. Juni ist um 11 Uhr Gottesdienst in der ev. Kirche in

Holten.

 

(Für alle Gottesdienste gelten die Corona Schutz- und Hygiene- Bestimmungen- s. z.B. unter: Gottesdienst)

 

*  *  *

 

Wer neuen Lesestoff benötigt meldet sich bei Jugendleiterin

Sylke Kruse, sie organisiert ein Büchertaxi:

Tel.: 02041 25776