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Gemeindliche Einkehrfahrt nach Pomeyrol vom 26. Juni- 4. Juli geplant. Weitere Infos unter: VERANSTALTUNGEN ( Monat Juni)

Weißrusslandhilfe- Aktuelles

Eingestellt am 14.12.2021

 

 

 

Herzliche Grüße aus dem Rajon Vileika !

Wir haben, wie in den vergangenen 30 Jahren, am letzten Donnerstag über eine Spedition einen Hilfstransport mit 9 Tonnen Hilfsgütern nach Vileika schicken können.

Heute Vormittag ist er nach 6 Tagen wohlbehalten bei unseren Partnern angekommen und die Freude vor Ort  ist groß.

Der Hilfstransport unserer Gemeinde ist ein besonderes Signal in dieser politisch schwierigen Zeit.

Für die Weißrusslandhilfe,

Frank Giga


30 Jahre Weißrusslandhilfe

Wie feiern Perlenhochzeit! Denn 1991 war das Jahr, in dem die ersten Lastwagen sich von Sterkrade aus auf die Reise machten, um Hilfsgüter nach Weißrussland zu bringen. Und seitdem sind wir aktiv mit der Unterstützung von so vielen Menschen in der Gemeinde und darüber hinaus, um die schwierigen Lebensbedingungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Vileika und den umliegenden Dörfern ein wenig zu verbessern. Dass wir das, was 1991 begonnen wurde, über so lange Jahre betreiben würden, hatte sich damals wohl niemand ausmalen können. Und so sind in den Jahren ungezählte Pakete, tonnenweise Lebensmittel, zahllosen Kisten mit Schul- und Renovierungsmaterialien, technische Geräte und Paletten von Waschmittelkartons auf die Reise gegangen: Jahr für Jahr mit Tempo 80 die 1741 Kilometer von der Autobahnauffahrt in Königshardt bis hin zum Hof der Internatsschule in Vileika. Da ist viel Schweiß geflossen und mancher Rücken wurde arg strapaziert. Aber all das hat sich immer gelohnt und wurde mehr als aufgewogen durch den Spaß, den wir beim gemeinsamen Organisieren, Anpacken und Fahren miteinander hatten, und durch die Freude und Gastfreundschaft unserer Freundinnen und Freunde vor Ort, die sie uns so intensiv haben spüren lassen. Viel Verbundenheit ist so gewachsen und wenn wir nun auch nicht mit den Partner:innen in Vileika verheiratet sind, so sind wir einander doch nahe gekommen, haben gegenseitig etwas davon kennengelernt, wie das Leben in Weißrussland und wie es in Deutschland läuft, und fühlen uns füreinander  verantwortlich.

Und dabei bin ich bei einer bedeutsamen Einschränkung, an der wir zu knabbern haben:

Denn „eigentlich“ feiern wir Perlenhochzeit unserer Humanitären Hilfe für Weißrussland. Zugleich aber ist es so, dass wir uns in diesem Jahr überhaupt nicht auf die Reise machen können. Und im letzten Jahr war es leider schon genauso. Die Corona-Pandemie machte es uns unmöglich, einen Hilfstransport zu planen und durchzuführen. Das ist das eine. Noch hinzu kommt die schwierige politische Situation, in der sich das Land seit der letzten Präsidentenwahl befindet. Seitdem schafft es Belarus in unrühmlicher Weise ja auch immer wieder in unsere Schlagzeilen und Nachrichtensendungen, wenn wir davon lesen und hören müssen, wie Oppositionelle und Journalist:innen in großer Zahl schikaniert, verfolgt, eingesperrt, angeklagt und verurteilt werden. Noch ist nicht abzusehen, wie sich die Situation vor Ort weiter entwickeln wird.

So gibt es in diesem Jahr leider ein Jubiläum ohne Fest, ohne Begegnung, ohne Musik, ohne Tanz, ohne Gespräche, ohne Scherze ( – und ohne leckere selbstgemachte weißrussische Salate!). Das bedauern wir natürlich sehr und hoffen darauf, dass sich die Situation bis zum nächsten Jahr so entwickeln wird, dass wir wieder auf die Reise nach Vileika gehen können.

Und so haben wir überlegt, wie wir trotz der schwierigen äußeren Lage etwas an Unterstützung auf den Weg bringen können. Wir tun das nun, indem wir fertig verpackte Paletten mit Hilfsgütern durch eine Spedition nach Vileika bringen lassen, und sind sehr gespannt darauf, wie dies funktionieren wird. Die Vorbereitungen laufen (s. Bild aus dem Gemeindehaus Christuskirche) und im November soll dann der LKW mit unseren Sachen auf die Reise gehen. Auch hierfür haben uns wieder viele Menschen aus der Gemeinde unterstützt und ich danke allen sehr dafür, die uns durch diese 30 Jahre mitbegleitet und getragen haben: Mit ihren Gedanken und Gebeten, mit Spenden, tatkräftigen Händen und ermutigenden Worten:  Spaciba!

für die Weißrusslandhilfe,     Wolfram Syben

 

P.S.: Der nächste Transport steht wegen der derzeitigen Lage immer noch aus. Die gepackten Platten warten derzeit im Gemeindehaus an der Christuskirche auf ihren Versand.

Bilder vom letzten Transport sehen Sie unter: wrhilfe-hs.de